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Microsoft Project Online wird eingestellt. Ist Oracle Primavera Cloud die richtige Nachfolgelösung?

Vom Rémi Castets am 25.06.2026 14:12:17

MSP vs OPC DE

Mit dem angekündigten Ende von Microsoft Project Online stehen viele Unternehmen vor einer wichtigen Weichenstellung. Dabei geht es nicht nur um die Ablösung eines bestehenden Systems. Vielmehr bietet sich die Gelegenheit, die zukünftige Ausrichtung von Projektsteuerung, Governance und Projektabwicklung grundlegend zu überprüfen.

Mehr als ein technischer Systemwechsel

Microsoft bietet nach dem angekündigten Ende von Project Online verschiedene Alternativen an. Für einige Unternehmen können Lösungen wie Microsoft Planner oder Planner Premium eine sinnvolle Wahl sein, insbesondere wenn der Schwerpunkt auf Task Management, Teamkoordination und der Nachverfolgung operativer Aktivitäten liegt.

Diese Werkzeuge sind jedoch nicht darauf ausgelegt, die umfassenden Planungs und Steuerungsfunktionen zu ersetzen, die viele Unternehmen heute mit Project Online nutzen. Organisationen, die auf zentrale Projektdaten, unternehmensweite Ressourcenplanung, standardisierte Projektstrukturen, Portfolio Transparenz und etablierte Governance Prozesse angewiesen sind, sollten die Auswirkungen eines Wechsels sorgfältig bewerten.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, weiterhin auf Microsoft Project zu setzen, beispielsweise über Project Server Subscription Edition oder die klassische Desktop Anwendung. Beide Ansätze bringen jedoch Einschränkungen mit sich. Eine lokale Lösung erfordert zusätzliche Infrastruktur, Administration und Betriebsverantwortung. Die ausschließliche Nutzung von Desktop Dateien kann wiederum zu Informationssilos führen und zentrale Funktionen wie Ressourcenmanagement, Portfolio Reporting und eine konsistente Projektsteuerung erschweren.

Task Management oder professionelle Terminplanung? 

Die Einstellung von Project Online wirft deshalb eine grundsätzliche Frage auf: welche Fähigkeiten benötigt Ihr Unternehmen, um Projekte künftig wirksam zu planen, zu steuern und erfolgreich umzusetzen? 

Wenn der Fokus vor allem auf der Zuweisung von Aufgaben, der Koordination von Teams und der Nachverfolgung kurzfristiger Fortschritte liegt, kann modernes Task-Management ausreichen.

Werden Terminpläne jedoch als Grundlage für Prognosen, Szenarioanalysen, die Steuerung von Ressourcen, fundierte Entscheidungen und das Portfolio-Management genutzt, so entwickelt sich die Terminplanung von einer administrativen Tätigkeit zu einer strategischen Kompetenz.

Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen insbesondere drei Fragen beantworten:

  • Möchten wir lediglich Aktivitäten nachverfolgen oder fundierte Projektprognosen erstellen?
  • Benötigen wir Transparenz auf Einzelprojektebene oder auch über das gesamte Portfolio hinweg?
  • Soll Terminplanung eine unterstützende Funktion bleiben oder als zentrale Kompetenz der Projektsteuerung etabliert werden?

Gerade bei großen Programmen, Infrastrukturprojekten oder mehreren voneinander abhängigen Projekten sind klassische Task-Management-Lösungen oft nicht ausreichend. In diesen Fällen geht es nicht nur um den Ersatz eines Werkzeugs. Vielmehr ist die Frage entscheidend, welchen Reifegrad die Projektsteuerung in Ihrem Unternehmen künftig benötigt.

Warum Oracle Primavera Cloud für viele Unternehmen zunehmend in den Fokus rückt

Vor diesem Hintergrund wird Oracle Primavera Cloud (OPC) für viele Unternehmen zu einer relevanten Option. OPC ist nicht als einfacher Ersatz für Microsoft Project konzipiert. Die Plattform unterstützt eine integrierte Projektsteuerung und verbindet Terminplanung mit weiteren zentralen Disziplinen der Projektsteuerung.

 Unternehmen können zunächst mit den Terminplanungsfunktionen starten, die sie heute benötigen. Gleichzeitig schafft die Plattform die Grundlage, um die Projektsteuerung schrittweise weiterzuentwickeln und den Reifegrad der Organisation nachhaltig zu erhöhen. 

 Die Plattform kann dabei unter anderem folgende Bereiche unterstützen:

  • Risikomanagement.
  • Ressourcenmanagement und Rollensteuerung.
  • Kostenmanagement.
  • Dashboards und Berichte.
  • Portfoliomanagement und Portfolio Reporting.

 Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass diese Bereiche nicht isoliert betrieben werden müssen. Sie lassen sich auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen und auf einer konsistenten Datenbasis steuern.

Der Reifegrad der Projektsteuerung als Entscheidungsgrundlage

 Nicht jedes Unternehmen benötigt heute den vollständigen Funktionsumfang einer modernen Projektsteuerungsplattform. Gleichzeitig sollte die gewählte Lösung in der Lage sein, zukünftige Anforderungen an Transparenz, Governance und Steuerungsfähigkeit zu unterstützen.

Deshalb empfehlen wir, die Ablösung von Microsoft Project Online nicht als reine Systemmigration zu betrachten. Viel wichtiger ist die Frage, welche Fähigkeiten Ihr Unternehmen in den kommenden Jahren benötigt und wie diese strategisch aufgebaut werden sollen. 

Primaned unterstützt Unternehmen dabei, diese Entscheidung strukturiert und fundiert zu treffen. Dabei betrachten wir nicht nur die bestehende Systemlandschaft, sondern auch den Reifegrad der Projektsteuerung, organisatorische Anforderungen und langfristige strategische Ziele. 

Möchten Sie herausfinden, ob Oracle Primavera Cloud der richtige nächste Schritt für Ihr Unternehmen ist? 

Sprechen Sie mit unseren Experten und erfahren Sie, welche Lösung am besten zu Ihren Anforderungen an Projektsteuerung, Governance und Portfoliomanagement passt. 

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