Künstliche Intelligenz verändert bereits heute die Arbeitsweise in der Projektsteuerung. Sie unterstützt Teams dabei, Informationen schneller zu verarbeiten, größere Datenmengen zu analysieren und unterschiedliche Szenarien strukturiert zu bewerten. Damit entsteht mehr Raum für die Aufgaben, bei denen menschliches Fachwissen, Urteilsvermögen und Kontextverständnis entscheidend sind.
Für Primaned liegt genau darin die eigentliche Chance. Es geht nicht darum, möglichst viele Tätigkeiten zu automatisieren. Entscheidend ist, Informationen in bessere Projektentscheidungen zu übersetzen. Wenn relevante Erkenntnisse früher verfügbar sind, steigt die Vorhersagbarkeit und Fachkräfte gewinnen mehr Zeit für Interpretation, Kommunikation und gezielte Steuerung.
Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Projektsteuerung, fundierter Expertise in Oracle Construction & Engineering Lösungen und wachsendem Know how in den Bereichen KI, Daten und Analytics begleitet Primaned diese Entwicklung aus unmittelbarer Nähe. Unsere Position ist klar: Die Zukunft der Projektsteuerung liegt im Wandel vom Erstellen von Terminplänen hin zur aktiven Steuerung von Projekten.
KI wird die Verarbeitung und Analyse von Informationen zunehmend übernehmen und unterstützen. Menschliche Expertise bleibt jedoch unverzichtbar, um Zusammenhänge richtig einzuordnen, Ergebnisse kritisch zu bewerten und Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen zu überführen. Dies unterstützt unser übergeordnetes Ziel, Klarheit und Kontrolle in die Projekte zu bringen, die unsere Welt gestalten.
Ein erheblicher Teil der heutigen Projektsteuerung besteht aus dem Sammeln, Prüfen, Aktualisieren und Berichten von Informationen. Terminplaner aktualisieren Terminpläne, Teams erstellen Berichte und Fachkräfte führen Daten aus verschiedenen Quellen zusammen, bevor eine fundierte Analyse überhaupt beginnen kann.
KI kann einen Teil dieser manuellen Arbeit deutlich reduzieren.
Sie kann Informationen strukturieren, Muster erkennen, Änderungen sichtbar machen und mögliche Szenarien vorbereiten. Dadurch verbringen Fachkräfte weniger Zeit mit repetitiver Verarbeitung und können sich stärker auf die Fragen konzentrieren, die für die Steuerung eines Projekts entscheidend sind:
Was verändert sich im Projekt?
Welche Entwicklung könnte daraus folgen?
Welche Risiken erfordern unsere Aufmerksamkeit?
Welche Handlungsoptionen stehen zur Verfügung?
Welche Entscheidung sollten wir treffen?
Genau darin sehen wir bei Primaned den Wandel vom Erstellen von Terminplänen zur aktiven Projektsteuerung. Ziel ist nicht mehr Information, sondern mehr Klarheit und bessere Entscheidungsgrundlagen.
Der Mensch soll dabei nicht aus dem Prozess verschwinden. Technologie soll Menschen bessere Informationen bereitstellen und ihnen mehr Zeit geben, sich auf das eigentliche Projekt und seine Steuerung zu konzentrieren.
Unser CEO, Paul Vogels, sieht darin einen zentralen Bestandteil der zukünftigen Projektsteuerung.
Je mehr vorhersehbare und repetitive Aufgaben durch KI unterstützt werden, desto stärker können sich Fachkräfte auf Interpretation, Bewertung und Kommunikation konzentrieren. Ein System kann eine Antwort erzeugen. Ob diese Antwort im konkreten Projektkontext plausibel und relevant ist, muss jedoch weiterhin von einem Menschen beurteilt werden.
Dafür braucht es sowohl fundierte Kenntnisse der Projektsteuerung als auch praktische Erfahrung.
Ein Terminplaner muss erkennen können, wenn ein Ergebnis nicht plausibel erscheint, wenn entscheidender Kontext fehlt oder wenn ein vorgeschlagenes Szenario unter realen Projektbedingungen nicht umsetzbar ist. Projekte sind keine standardisierten Produktionsprozesse. Verträge, Menschen, Lieferanten, Vorschriften, verfügbare Kapazitäten und veränderte Rahmenbedingungen bestimmen gemeinsam, wie Daten zu interpretieren sind.
Deshalb bleibt menschliche Expertise ein wesentlicher Bestandteil einer belastbaren Entscheidungsgrundlage.
KI kann die Analyse unterstützen. Die Verantwortung für die Einordnung der Ergebnisse und für die daraus abgeleiteten Entscheidungen bleibt beim Menschen. Dieses Prinzip wird häufig als Human in the Loop bezeichnet.
Mark Roodbol, Manager AI & Analytics bei Primaned, betont besonders die Beziehung zwischen KI, Daten und Kontext.
Unterschiedliche Anwendungen benötigen unterschiedliche Informationsgrundlagen. Ein Sprachmodell kann bereits mit einem einzelnen Dokument arbeiten. Prädiktive Anwendungen benötigen dagegen häufig größere Mengen verlässlicher historischer Daten.
Daten allein reichen jedoch nicht aus.
KI weiß nicht automatisch, welche Rahmenbedingungen für ein Projekt gelten, welcher Auftragnehmer beteiligt ist, wodurch eine Verzögerung entstanden ist oder warum ein Team eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Dieser Kontext entsteht durch Menschen, Prozesse und die Governance Strukturen des Unternehmens.
Ebenso wichtig sind klare Grenzen und eine fachliche Überprüfung. KI kann relevante Ergebnisse erzeugen, aber diese Ergebnisse müssen weiterhin professionell bewertet werden.
Auf Unternehmensebene gehören deshalb gemeinsame Definitionen, klare Datenverantwortung, miteinander verbundene Systeme und nachvollziehbare Governance Strukturen zu den wesentlichen Voraussetzungen einer verlässlichen Nutzung von KI.
Die Konsequenz ist einfach: KI schafft mehr Wert, wenn die zugrunde liegenden Informationen zuverlässig sind und wenn die Menschen, die mit ihr arbeiten, sowohl das Projekt als auch die Technologie verstehen.
Michel Molenaar, Senior Consultant bei Primaned, betrachtet KI vor allem aus Sicht des konkreten geschäftlichen Nutzens und der Integration in bestehende Prozesse der Projektsteuerung.
Ein mögliches Einsatzgebiet ist die frühe Planungsphase.
KI kann dabei helfen, Projektanforderungen, Kostenschätzungen oder Ausschreibungsinformationen in einen ersten strukturierten Terminplan zu überführen. Das bedeutet nicht, dass ein System einen fertigen Terminplan erstellt, der ohne weitere Prüfung übernommen werden sollte. Vielmehr erhalten Fachkräfte schneller eine belastbare Ausgangsbasis für Analyse und Weiterentwicklung.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Informationen zum Projektfortschritt.
Stellen Sie sich eine typische Projektbesprechung vor. Verzögerungen, neue Termine, Risiken, Maßnahmen und Abhängigkeiten werden diskutiert. Viele dieser Informationen werden heute nach der Besprechung noch manuell weiterverarbeitet.
In einem durch KI unterstützten Prozess könnten Inhalte aus dem Gespräch strukturiert und als mögliche Änderungen, Maßnahmen und Annahmen vorbereitet werden. Anschließend könnte KI größere Informationsmengen analysieren, mögliche Engpässe identifizieren und verschiedene Szenarien ausarbeiten.
Der Terminplaner prüft das Ergebnis weiterhin, hinterfragt Annahmen und entscheidet, welche Szenarien unter den tatsächlichen Projektbedingungen realistisch sind.
Der entscheidende Punkt lautet: KI kann die Arbeit beschleunigen, übernimmt jedoch nicht die fachliche Verantwortung.
Weitere mögliche Anwendungen sind:
KI kann einen ersten Terminplan auf Basis einer Projektbeschreibung oder Ausschreibung vorbereiten.
Fachkräfte können Fragen direkt zu Projektdaten stellen.
Erste Visualisierungen und Zusammenfassungen können automatisiert vorbereitet werden.
Verzögerungen können analysiert und mögliche Wiederherstellungsszenarien entwickelt werden.
Verschiedene Handlungsoptionen können vor einer Projektentscheidung miteinander verglichen werden.
Muster können erkannt werden, die auf steigende Terminrisiken oder übergeordnete Projektrisiken hinweisen.
Einige dieser Anwendungen sind bereits heute in unterschiedlichen Formen möglich. Andere werden noch entwickelt, getestet oder erprobt. Für Primaned ist diese Unterscheidung wichtig. Unternehmen sollten Möglichkeiten realistisch bewerten und ihren Einsatz auf belastbare Entscheidungsgrundlagen stützen.
Steven Delemarre, Senior PROCON Professional und Terminplaner, ergänzt diese Entwicklung um eine wichtige praktische Perspektive.
Terminplanung besteht nicht nur aus der Arbeit mit Software. Ein großer Teil der Aufgabe besteht aus Kommunikation und Abstimmung mit Menschen.
Projektinformationen entstehen in Gesprächen mit Projektleitern, Ingenieuren, Auftragnehmern, Arbeitsvorbereitern und weiteren Stakeholdern. Der Terminplaner muss die richtigen Fragen stellen, verstehen, was tatsächlich geschehen ist, und beurteilen, ob eine Änderung Auswirkungen auf das Projekt hat.
KI kann dabei helfen, diese Informationen schneller zu verarbeiten.
Sie kann beispielsweise Inhalte aus Fortschrittsbesprechungen strukturieren oder die Analyse einer großen Anzahl von Vorgängen unterstützen. Das Gespräch selbst verliert dadurch jedoch nicht an Bedeutung.
Der Terminplaner muss weiterhin das Projekt verstehen, unterschiedliche Interessen einordnen und beurteilen, ob Informationen plausibel und belastbar sind.
Dadurch wird die verbindende und interpretierende Rolle des Terminplaners noch wichtiger.
Ein Teil der technischen Terminplanung kann einfacher werden und stärker automatisiert ablaufen. Gleichzeitig gewinnen Kommunikation, Urteilsvermögen und die Fähigkeit, unterschiedliche Bereiche eines Projekts miteinander zu verbinden, an Bedeutung.
Der Terminplaner bleibt damit das menschliche Bindeglied zwischen Informationen, Stakeholdern und Entscheidungen.
KI sollte nicht als isoliertes Technologieexperiment betrachtet werden.
Projektunternehmen müssen zunächst bestimmen, wie KI in bestehende Prozesse, Verantwortlichkeiten und Systemlandschaften eingebettet werden soll.
Dabei sind unter anderem folgende Fragen relevant:
Welches konkrete Projektproblem wollen wir lösen?
Welche Entscheidung soll verbessert werden?
Welche Informationen nutzt die KI?
Wer trägt die Verantwortung für diese Informationen?
Wer prüft die Ergebnisse?
Wer trifft die endgültige Entscheidung?
Wie werden sensible Projektdaten geschützt?
An welchen Kriterien messen wir, ob die Anwendung tatsächlich Mehrwert schafft?
Ohne klare Antworten kann ein Unternehmen zwar einen schnelleren Prozess schaffen, ohne dadurch ein besseres Projektergebnis zu erzielen.
Automatisierung ist kein Selbstzweck.
Das Ziel sind bessere Steuerung, frühere Erkenntnisse und fundiertere Entscheidungen.
KI wird zunehmend in bestehende Projektplattformen integriert und nicht mehr ausschließlich über separate Anwendungen genutzt. Dieser Ansatz ist relevant, weil KI besonders dann Mehrwert schafft, wenn Projektinformationen miteinander verbunden sind.
Ein gutes Beispiel ist Oracle Construction and Engineering Intelligence. Oracle verbindet dort die Aggregation, Aufbereitung und Visualisierung von Projektdaten mit prädiktiven Funktionen, um aus Baudaten nutzbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
Innerhalb der Plattform bietet Construction and Engineering Analytics vorbereitete Datenverbindungen zu Oracle Anwendungen wie Oracle Primavera P6 EPPM, Oracle Primavera Cloud, Unifier und Oracle Aconex. Unternehmen können dadurch Informationen aus unterschiedlichen Bereichen konsolidieren und unter anderem Terminplanung, Kosten, Prozesse, operative Leistung und den Gesamtstatus eines Projekts analysieren.
KI verändert zudem die Interaktion mit diesen Informationen. Nutzer können Fragen in natürlicher Sprache stellen. Generative KI kann relevante Kennzahlen analysieren und auf Grundlage dieser Fragen Visualisierungen vorbereiten. Zusätzlich können erklärende Texte und Zusammenfassungen die Interpretation von Dashboards unterstützen.
Für Teams in der Projektsteuerung kann dies den Zugang zu Informationen deutlich vereinfachen. Nicht jede Fragestellung erfordert dieselbe Tiefe an spezialisiertem Business Intelligence Wissen. Nutzer können direkter mit Projektdaten arbeiten und schneller von Informationen zu belastbaren Erkenntnissen gelangen.
Die Plattform zeigt auch, wie KI eine proaktivere Steuerung unterstützen kann. Oracle Advisor for Safety nutzt beispielsweise KI, um strukturierte und unstrukturierte Daten auszuwerten, Projekte mit erhöhtem Sicherheitsrisiko zu erkennen und präventive Maßnahmen vorzuschlagen. Übergreifend können Analysefunktionen dabei helfen, Trends, Kostendruck, Terminprobleme, Prozessengpässe und operative Risiken früher zu erkennen.
Für Primaned entspricht diese Entwicklung unmittelbar unserem Verständnis moderner Projektsteuerung. Das Ziel besteht nicht darin, einfach mehr Dashboards zu erstellen oder mehr Berichte zu automatisieren. Unternehmen sollen von fragmentierten Informationen zu klaren, handlungsrelevanten Projekterkenntnissen gelangen und dadurch früher eingreifen und fundierter entscheiden können.
Primaned ist Oracle Consulting Partner für die Bau und Ingenieurbranche in der EMEA Region und zugleich der erste Oracle AI Partner in Europa für diese Branche.
Diese Position ermöglicht es uns, Oracle Technologie mit unserer Expertise in Projektsteuerung, Implementierung und realen Projektumgebungen zu verbinden. Dadurch können wir Kunden dabei unterstützen, zu bestimmen, wo neue Möglichkeiten tatsächlich Mehrwert schaffen, welche organisatorischen und technischen Grundlagen dafür erforderlich sind und wie eine verantwortungsvolle Einführung aussehen kann.
Primaned ist kein allgemeines KI Unternehmen.
Unsere Rolle ist eine andere.
Wir unterstützen Projektunternehmen dabei, zu bestimmen, wo KI echten Nutzen schaffen kann und wie diese Technologie in bestehende Prozesse der Projektsteuerung eingebettet werden sollte.
Dafür verbinden wir mehrere Kompetenzbereiche:
Wir verfügen über langjährige Expertise in der Projektsteuerung.
Wir kombinieren Oracle Software mit fundierter Implementierungserfahrung.
Wir unterstützen Unternehmen durch Beratung und Prozessgestaltung.
Wir verbinden KI, Business Intelligence und Datenanalyse mit praktischen Anforderungen der Projektsteuerung.
Wir arbeiten mit erfahrenen PROCON Professionals.
Wir verbinden die Einführung neuer Methoden und Systeme mit Schulungen und professioneller Weiterentwicklung.
Diese Kombination ist entscheidend, denn Technologie allein reicht nicht aus.
Eine sinnvolle KI Anwendung braucht einen geeigneten Prozess, verlässliche Daten, klar definierte Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Kriterien für die Bewertung der Ergebnisse.
Genau hier schafft Primaned Mehrwert.
Eine der wichtigsten Empfehlungen unserer Experten lautet: Beginnen Sie nicht mit dem Namen einer Technologie oder einer beeindruckenden Demonstration.
Beginnen Sie mit einem konkreten Projektproblem.
Fragen Sie:
Wo verlieren wir unnötig Zeit?
Wo fehlt uns die notwendige Transparenz?
Welche Entscheidungen dauern zu lange?
Welche Probleme erkennen wir systematisch zu spät?
Prüfen Sie anschließend, ob KI dazu beitragen kann, dieses konkrete Problem besser zu lösen.
Ein sinnvoller Einstieg ist häufig ein Prozess, der repetitiv und zeitaufwendig ist und dessen Ergebnisse vergleichsweise einfach überprüft werden können. Damit kann ein Unternehmen Erfahrungen sammeln, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Ein strukturierter Einstieg kann folgendermaßen aussehen:
Der Primaned Project Controls Scan kann dabei helfen, zunächst den aktuellen Reifegrad zu bewerten, Lücken zu identifizieren und eine realistische Roadmap für die weitere Entwicklung festzulegen.
Gerade bei KI ist diese Einordnung wichtig. Unternehmen sollten zunächst verstehen, wo sie heute stehen, welche Governance Strukturen bereits vorhanden sind und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, bevor eine breitere Einführung sinnvoll ist.
KI wird die Projektsteuerung weiter verändern.
Einige Tätigkeiten werden schneller. Andere lassen sich stärker automatisieren. Neue Möglichkeiten für Analyse, Prognose und Entscheidungsunterstützung entstehen.
Den größten Nutzen erzielen Unternehmen jedoch dann, wenn sie Technologie mit fundierter Expertise in der Projektsteuerung verbinden.
Für Primaned bedeutet die Zukunft deshalb nicht, Menschen durch KI zu ersetzen.
Es geht darum, KI so einzusetzen, dass Fachkräfte Projekte besser verstehen, Veränderungen früher erkennen und fundiertere Entscheidungen treffen können.
Das ist der Wandel vom Erstellen von Terminplänen zur aktiven Steuerung von Projekten.
Und genau so bringen wir Klarheit und Kontrolle in die Projekte, die unsere Welt gestalten. Denn bei Primaned zählt jedes Projekt.